Jugendkultur Förderpreis

Jugendkultur Förderpreis
Jugendkultur Förderpreis
  • 10. November 2018
  • START: 17.30 Uhr
  • Trigon Haltern, Weselerstr. 131 (gegenüber Römermuseum)
  • Publikum & Jury wählen die Siegerband
  • Eintritt: 3,- Euro

mit:

  • Met In School (Haltern)
  • Rancore (Dülmen)
  • Repulse (Haltern)
  • Skartoffel (Dülmen)
  • The next generation (Haltern)
  • Rover (Dülmen)
  • Notune (Haltern)

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Weiter unten könnt ihr euch die Bilder angucken!

Die Siegerband: Rovar aus Dülmen
Die Siegerband: Rovar aus Dülmen

ROVAR gewinnen den Jugendkultur Förderpreis

Am Samstag, den 10. November 2018 wurde der 32te Jugendkultur Förderpreis um 23 Uhr verliehen an Rovar aus Dülmen. Bürgermeister Bodo Klimpel überreichte den Preis von 300,- Euro und gratulierte den Siegern herzlich. Reinhard Terwort, Vorsitzender des Rockbüros Haltern, übergab den Wanderpokal "JABO". Sechs junge Bands, je drei aus Haltern und Dülmen, hatten sich beworben, den begehrten Titel "Rockband des Jahres 2018" zu erobern. Mit rund 70 Gästen war das Trigon gut, aber nicht voll besetzt.

Den etwas undankbaren Job das Konzert zu eröffnen hat Repulse, die Band selbst verkündet: "Wir freuen uns den Abend zu eröffnen!" Die vier Musiker aus Haltern, Dülmen und Münster spielen Hardcore Metal. Zwei Sänger wechseln sich mit düsterem Gröl- und normalstimmlichem Melodiegesang ab. Schon im ersten Song wird das Publikum animiert mitzufeiern: "Hey!", "Hey!", "Hey!"; dem frühen Zeitpunkt, es ist gerade erst 18.00 Uhr, ist es geschuldet, dass der Funke noch nicht so richtig überspringt. Die Musik ist düster, die eigenen Songs sind interessant arrangiert. Die Regeln des Musikwettbewerbs besagen, dass eigene aber auch Coversongs präsentiert werden dürfen. Nach der Pflicht folgt nun die Kür mit zwei Coversongs von Bullet for My Valentine, "Your betrayal" und den Ärzten "Schrei nach Liebe". Viele Publikumsgäste kennen die Songs und headbangen begeistert mit. Schließlich wird vom Publikum noch eine Zugabe gefordert, auch die liefert Repulse bravourös ab.

Es ist 18.35 Uhr, Met in School aus Haltern betritt nach einer kurzen Umbaupause die Bühne. Die drei Musiker aus Haltern sind nun keine ganz blutigen Anfänger mehr, konnten sie sich doch in den letzten Monaten auf diversen Konzerten erproben. Präsentiert werden größtenteils eigene gitarrenlastige Rocksongs mit eingängigen Melodien und abwechslungsreichen Arrangements. Im zweiten Teil des Konzertes von Met in School wird gecovert. Dabei sind: "Gum" von Mooseblood und "Territorial pissing" von Nirvana. Auch von Met in School fordert das Publikum eine Zugabe, die mit "Aneurysm" von Nirvana natürlich geliefert wird.

Um 19.25 Uhr macht es SKArtoffel spannend. Für die sechs Musiker, Sänger, zwei Gitarristen, Bassist, Schlagzeuger und Posaunist müssen erst alle Instrumente eingerichtet werden. Die Stimmung ist schon beim Soundcheck gut, die Posaune bekommt Applaus für die Soundchecktöne. Dann geht es endlich los, aber sofort richtig. SKAtoffel spielen flotten Partyska mit ausschließlich deutschen Texten. Da darf auch mal ein herzliches "Prost" in Richtung Publikum nicht fehlen. Sänger Yannic Lindheim fordert das Publikum auf mitzusingen. Die Posaune gibt die Melodie vor, auf ein Zeichen des Sängers muss das Publikum das grade Gerlernte wiederholen. "Oh, Oh hooooh, Oh hooooh". Das klappt ganz gut, obwohl das Publikum noch ein wenig müde scheint. Beim vierten Song wird es nochmal richtig groovy, SKArtoffel heizt dem Publikum super ein. Natürlich darf auch bei SKArtoffel die obligatorische Zugabe "Naturtrüb" nicht fehlen. SKArtoffel gibt es seit 2017, geprobt wird jede Woche, in diesem Jahr hatte es einige kleine Gigs im Ruhrgebiet gegeben, und auch im Münsterland macht die Band sich langsam einen Namen.

Notune bekommt um 20.35 Uhr einen Riesenapplaus, steht die junge fünfköpfige Kombo doch zum ersten Mal in dieser Besetzung auf der Bühne. Es ist dies mit einem Durchschitt von 17 Jahren auch deutlich die jüngste Band im diesjährigen Wettbewerb. Gespielt werden eigene Songs, natürlich dürfen aber ein paar gecoverte Rocksongs nicht fehlen. Die eigenen Songs haben Titel wie "Ocean", "Girl with a broken heart" und "Away". Gecovert werden u.a. "Zombies" von den Cranberries, "Where is my mind" von den Pixies oder "Hero of war" von Rise against. Sänger Max Holste, dem es gelingt auch schwierige Songpassagen authentisch und gefühlvoll zu transportieren, bittet um einen Applaus für Gitarristin Estella. Sie springt nicht nur als Schlagzeugerin ein, der vorherige Schlagzeuger hat sich vor drei Wochen verabschiedet, sie ist auch die Songschreiberin und zusammen mit Gitarristin Anne Pötter Gründerin und treibende Kraft der Band.

Jetzt wird es wieder deutlich härter. Rancor aus Dülmen spielen Hardrock. Der erste Song "Burn the witch", ein eigenes Lied, handelt von mittelalterlichen Hexenverbrennung. Die Band hat viel Fantasie. Im dritten Song geht es um den Zorn der Wassermänner und -frauen, die auf dem Grund der Meere leben und frustriert sind über den Müll, den die Menschen in ihrem Reich verklappen. Die Wasserlebewesen schlagen zurück. Harter Rock, schnelle Grooves, harte Gitarrenriffs und aggressiver Gesang sind die Stilmittel von Rancor. Sänger Lucas Jasper bedankt sich beim Rockbüro Haltern und wünscht den Anwesenden einen schönen Abend, er sagt, er "hat echt Spaß gemacht".

Die Spielreihenfolge der Bands wurde erst kurz vor Beginn des Konzertes ausgelost. Es hätte jedoch kaum passender sein können. Mit Rovar, der letzten Band des Abends, erreicht der Wettbewerb ein höheres Niveau. Hier sind drei Musiker, Luca Mewes an der Leadgitarre und Gesang, Bassist Paul Ulrich und Drummer Bennet Fuchs, die so extrem kompakt zusammen spielen, wie Haltern es selten erlebt hat. Luca Mewes hat den Jabo in 2016 gewonnen, damals noch mit der Band Square Heads. Der Schlagzeuger ist zum Studium verzogen, der neue Drummer Bennet Fuchs passt hervorragend in die Band. Mewes und Fuchs wohnen in Münster und studieren gemeinsam Musik, eine Alternative wäre auch Perlen vor die Säue zu werfen, hier stehen Talente auf der Bühne. Die Songs sind selbst geschrieben, das einzige Cover ist "Morning star" von Philip Sayce.

Ort: TRIGON Haltern, Weselerstr. 131, gegenüber Römermuseum

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